Fonds / Investmentfonds - Einführung

Geld anlegen kann man nicht nur mit Tagesgeld oder Festgeld. Eine weitere, interessante – wenn auch risikoreichere – Form der Geldanlage sind Investmentfonds. Solche Investmentfonds werden auch kurz als Fonds bezeichnet. Bei einem Investmentfonds handelt es sich um ein Sondervermögen, in dem das Geld der Anleger gemäß den Richtlinien des Investmentfonds angelegt. Diese Richtlinien können sich auf die Gattungen der Wertpapiere, die erworben werden dürfen (z.B. Rentenfonds, Aktienfonds, Immobilienfonds, Hedgefonds, Geldmarkfonds,...), eine geografische Ausrichtung z.B. Länder- oder Regionenfonds , eine Sparte (z.B. Finanztitel, Rohstoffe) und auf den Typ des Fonds beziehen (Indexfonds, gemanagter Fonds, Dachfonds) beziehen. Weiter werden in den Richtlinien wesentliche Merkmale der Strategie festgelegt, beispielsweise ob es eine Beschränkung von Barreserven im Fonds gibt.

Die meisten Investmentfonds werden über eine Bank direkt bei der jeweiligen Investmentgesellschaft geordert. Einige wenige werden zusätzlich noch online an den Börsen gehandelt, das sind die so genannten ETF’s (Exchange Traded Funds) – also börsennotierte Fonds.

Kosten bei Fonds

Natürlich fallen auch bei Investmentfonds Kosten an. Zum einen die einmaligen Kosten beim Erwerb des Fonds der Ausgabeaufschlag (auch Agio) - seltener anzutreffen - die Rücknahmegebühr. Diese einmalige Gebühr liegt in der Regel zwischen 1% und 3% bei Rentenfonds und bei 4% - 6% bei Aktienfonds. Als weitere Kosten von Investmentfonds fallen hier die laufenden Kosten, nämlich die Verwaltungsgebühr – neudeutsch die Managementgebühr – an. Diese Fonds Managementgebühr liegt in der Regel zwischen 0,5% und 3% jährlich. Vorteil hier ist allerdings, dass bei einem Performance- Vergleich von zwei Fonds diese bereits in den Rücknahmepreisen und dementsprechend auch in den Statistiken enthalten sind.

Beim Ausgabeaufschlag kann der Anleger gut sparen, denn der reguläre Ausgabeaufschlag auf Investmentfonds wird nicht immer erhoben. Es gibt einige freie Vermittler von Investmentfonds, die Rabatt (Discount) auf den Erwerb von Investmentfonds anbieten, stellenweise bis zu 100%.

Verwahrung von Investmentfonds

Investmentfonds können bei der jeweiligen Investmentgesellschaft verwahrt werden. Dies ist meist sehr kostengünstig möglich. Nachteilig wird es dann, wenn man Investmentfonds unterschiedlicher Investmentgesellschaften in seinem Depot hat, was heutzutage wohl eher der Normalfall sein wird – schließlich soll man sein Depot diversifizieren - da nicht jede Investment- Gesellschaft (KAG - Kapitalanlage Gesellschaft) in allen Bereichen / Regionen / Wertpapiergattungen im Spitzensegment mit eigenen Fonds zu finden ist. Hier bieten sich zur Verwahrung so genannte Investment- Plattformen an, die mittlerweile ebenso wie einzelne Fonds über Fondsvermittler erhältlich sind.

Die Wertentwicklung von Fonds

Nun sei auch die Wertentwicklung von Fonds angesprochen. Eigentlich findet man bei jedem Vergleich oder bei jeder Angabe einer Wertentwicklung, dass dies keine Rückschlüsse auf die Wertentwicklung der Zukunft zulässt. Dies trifft natürlich sowohl bei Rentenfonds, als auch in noch höherem Maße bei Aktienfonds zu. Zum einen ist ein Fonds sehr stark abhängig von einem Fondsmanager und zum anderen haben uns gerade die vergangenen Jahre gezeigt, wie heftig Kurskorrekturen ausfallen können. Entscheidend ist allerdings neben dem angepeilten Anlagenhorizont, der individuellen Risikoneigung vor allem die eigene Erwartung der Entwicklung über den genannten Zeitraum. Hat man einen langen Anlagehorizont, dann kann man solche Kurskorrekturen als Chance wahrnehmen. Wichtig ist in jedem Fall eine Strategie jeweils für den Einstieg, für den Anlagezeitraum und für den Ausstieg zu haben.